Antenne MV will auf DAB+ - wenn die Politik mitspielt

Für die Ostseewelle aus Mecklenburg-Vorpommern ist das digital-terrestrische Radio DAB+ eine “verzichtbare Übergangstechnologie” auf dem Weg zum Überall-Internet. Ganz anders sieht das Konkurrent Antenne MV: “Wir werden den Verbreitungsweg DAB+ baldmöglichst unseren Hörern anbieten” verspricht Geschäftsführer Robert Weber in einem Interview mit dem Branchendienst “Digitalradio-in-Deutschland”. Würde die Politik das digitale Radio mehr fördern und mutigere Entscheidungen fällen, würde man das Programm schon über DAB+ ausstrahlen. Im Moment scheitert das aber noch an den Kosten: “Da DAB+ das UKW-System derzeit noch nicht substituieren kann erzeugt der Betrieb ein zusätzliches Sendernetz zunächst einmal relevante Mehrkosten. Wenn hierdurch nicht genug zusätzliches Publikum erreicht werden kann, erzeugt der Kanal schlicht Defizite. In unserem Bundesland ist die Zahl der DAB+ Empfangsgeräte auch noch vergleiochweise gering, so dass die Aufschaltung derzeit für uns noch nicht wirtschaftlich ist. Das ist ein Henne-Ei-Problem, dass nur politisch gelöst bezioehungsweose überwunden werden kann – oder eben mehr Zeit braucht”.

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