DAB+: Österreichs Bundesmux soll im Mai 2019 starten - Einigung im Urheberrechtsstreit

Der österreichische DAB+-Bundesmux soll im Mai 2019 starten. Voraussetzung hierfür ist eine Einigung im Urheberrechtsstreit. Seit 2013 wird über die Höhe jener Beträge gestritten, die die österreichischen Radiosender für die Musik an die zwei großen Verwertungsgesellschaften AKM und Austromechana bezahlen müssen. Laut “Wiener Zeitung” hat eine Schiedsstelle, der Urheberrechtssenat, in einem sogenannten Satzungsverfahren die Rahmenbedingungen neu festgelegt – und zwar zu Gunsten der Radiobetreiber. AKM habe dabei ihre horrenden Forderungen zumindest bis zu einem Versorgungsgrad des Bundesmux von 80 Prozent erheblich reduziert.

Damit steht nun einem Sendestart nichts mehr im Weg. Der Bundesmux startet nach letzten Informationen im Mai 2019. Der neue Multiplex geht dabei parallel in Wien (drei Sendeanlagen), Graz, Linz und dem Sonnwendstein auf Sendung. Die ursprünglichen Phasen 1 (2. April) und 2 (24. September) werden dabei zusammengelegt.

2020 sollen spätestens zu Ostern (12. April) die Sendeanlagen Bregenz, Innsbruck, Salzburg und St. Pölten (Jauerling) ans Netz gehen (Phase 3). Am 22. September 2020 folgen die Anlagen Bruck an der Mur (Mugel), Klagenfurt (Dobratsch), Rechnitz-Hirschenstein und Wolfsberg-Koralpe (Phase 4), womit der vorläufige Endausbau des Muxes erreicht ist.

Bisher haben die Programme Radio Maria, Technikum ONE, Energy, Klassik Radio, Arabella Plus, Rock Antenne, ERF Plus, Radio Maxima und 88,6 Zulassungen. Anders als zunächst geplant sind LoungeFM und Arbö Radio nicht mehr im Bundesmux dabei, dafür gäbe es aber andere Interessenten.

Einige Programme aus dem geplanten Bundesmux “parken” derzeit im regionalen Mux in Wien (Kanal 11C) und wollen nach dem Wechsel in den Bundesmux möglicherweise weitere alternative Sender in Wien starten.

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